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Teuer. Billig. Warum Du beide Begriffe nicht verwenden solltest. 

Lass uns dafür zuerst kurz die Herkunft und Geschichte der beiden Wörter und ihrer Bedeutungen anschauen.

Das Wort »billig« lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Das mittelniederdeutsche Wort »billik« bedeutete ursprünglich »angemessen« oder »gerecht«. Im Laufe der Zeit erweiterte sich seine Bedeutung zu »kostengünstig«. Heutzutage ist mit diesem Begriff oft eine negative Vorstellung verbunden. Wir setzen es oft mit minderer Qualität gleich. So spiegelt es die Vermutung wider, dass etwas, das »billig« ist, einen niedrigen Preis habe.

Das Wort »teuer« hingegen hat seine Wurzeln im Althochdeutschen. Das Wort »tiuri« bedeutet »kostspielig« oder »wertvoll«. Ein Gegenstand oder eine Dienstleistung, die als »teuer« bezeichnet wird, wird oft mit einem hohen Preis verbunden. Aber auch hier schwingt nicht selten eine negative Begriffsvorstellung mit. Und auch die Befürchtung, dass es am sogar »zu teuer« sein könnte und der Kunde deshalb nicht kaufen könnte.

Sowohl »teuer« als auch »billig« sind subjektive Wertungen. Das heißt, es kommt auf die individuelle Situation, die subjektiven Erwartungen und nicht zuletzt auch auf die finanziellen Möglichkeiten der handelnden Personen an. Anders gesagt: Was für den einen »teuer« erscheint, erscheint für den anderen »billig«. Und das ändert sich zudem, in welcher Lage man sich gegenwärtig befindet.

In Wirklichkeit geht es also darum, dass ein Preis der jeweiligen Situation und den Erwartungen angemessen ist. Und damit im wahrsten Sinne des Wortes »preiswert«.

Letztlich kann nur Dein Kunde darüber urteilen, ob ihm Deine Dienstleistung »preiswert« erscheint.

Aber warum solltest Du nun diese Begriffe nicht verwenden?

Die Begriffe spiegeln subjektive Wertungen wider. Sprichst Du jedoch in Deinem Unternehmen (oder sogar vor Kunden) davon, dass etwas »teuer« oder »billig« sei, verankerst Du diese subjektive Wertung innerhalb der Vorstellungen Deiner Mitarbeiter und Kollegen – und zwar stets bezogen auf den absoluten Geldbetrag, um den es in der gegebenen Situation geht.

Dies prägt etwas, dass wir als Referenzpreissystem Deines Unternehmens bezeichnen wollen. Dann ist nicht nur eine Dienstleistung »teuer«, sondern alle!

Eine freie, wert- und gewinnorientierte Preisfindung ist dann nur noch eingeschränkt möglich.

Dabei übersehen wir, worum es in Wirklichkeit geht: den Wert aus Kundensicht bestmöglich zu verstehen und diesen noch zu steigern.

Und all dies in einen angemessenen Preis zu übersetzen – in einen im wahrsten Sinne des Wortes preiswerten Preis.

Sprich also nur neutral von Preisen. Und verzichte zukünftig auf diese subjektiven Wertungen. Verwende – zumindest im geschäftlichen Umfeld – diese Begriffe nicht mehr.

Veröffentlicht am 24. April 2024 von Markus Hartmann.
Markus Hartmann

Ich schreibe über Preise, Wert und bessere Zusammenarbeit. Im weiteren Sinne über unternehmerisches, menschliches Handeln.

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