Kostenrechnung und Stundensatz sind das Problem

»Kostenrechnung und Stundensatz sind das Problem, nicht die Lösung.« 

– Markus Hartmann

Die Kostenrechnung wird uns seit mehr als hundert Jahren in ihrer heutigen Form beigebracht. Sie fußt auf der Annahme, dass ein Unternehmen seine Preise durch eine Verrechnung der Kosten »berechnen« könne und müsse. Dies ist jedoch prinzipiell falsch.

Die Werterwartung des Käufers, die dieser subjektiv einer Sache oder einem Dienst beimisst, bestimmt den möglichen Preis – unabhängig davon, wieviel Arbeitskraft, Zeitaufwand und »Kosten« in eine Sache geflossen ist. Erkennt der Käufer den Wert nicht, wird kein Handel stattfinden.

Um eben diese Werterwartung eines möglichen Kunden einzuschätzen und zu verstehen, bedarf es gänzlich anderer Fähigkeiten: Verkäuferisches Geschick gleichermaßen wie Empathie und das sprichwörtliche »Zur-rechten-Zeit-am-richtigen-Ort« sein. Und natürlich auch das notwendige Können, auch das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu liefern.

Das schafft Wert.

Die Kostenrechnung hingegen schafft lediglich Beschäftigung für all die unzähligen Betriebswirte und Manager, die »Kosten« verrechnen und kontrollieren und darin ihre Aufgabe sehen.

Sie schafft Beschäftigung für diejenigen, die damit scheinbar ein notwendiges »Werkzeug« anbieten und »lehren«, mit dem man ein Unternehmen planen, kontrollieren und steuern könne.

Und sie schafft sinnlose (!) Beschäftigung für diejenigen, die den eigentlichen Dienst am Kunden tun – indem sie wertvolle Energie und Kapazität auf nicht Wertschaffendes leiten.

Und der Stundensatz ist Ausfluss dieses Weltbildes. Er muss verschwinden.

PS: Ab jetzt nicht nur für Agenturen, sondern für alle Kreativen (wer ist das nicht?).

Zum Beispiel im Seminar Pricing für Kreative.

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